Ehemalige - Felix Kracht

30.03.2024

Wie für Felix Kracht (* 13. Mai 1912 † 3. Okt. 2002) bewahrt die Traditionsgemeinschaft "Alte Adler" allen verstorbenen Mitgliedern und Luftfahrtpionieren ein ehrendes und würdiges Andenken.


Felix Kracht

Nach Gymnasium und Berufsschule studierte Felix Kracht von 1933 bis 1939 Flugzeugbau an der Technischen Hochschule Aachen. Daneben war er eines der  rührigsten  Mitglieder  der  dortigen  Flugtechnischen  Fachgruppe  (FFG),  wie  die  Akademischen Fliegergruppen  sich  damals  nennen  mussten.  Dort erflog er sich 1936 die Silber C, der sich in den bei- den  Folgejahren  zahlreiche  Alpen-Segelflüge anschlossen Mit  dem  maßgeblich  von  ihm  entwickelten Leistungssegelflugzeug FVA 10 „Rheinland“ gelang ihm am 30. Mai 1937 der erste vollständige Überflug der Alpen. Es folgten Wettbewerbe 1937 in Salzburg,  1938  in  Bern, und  mit  der  DVL-Mannschaft  die  Teilnahme  an  der  1937  erstmals international  ausgetragenen  „Rhön“. 1938  war  er wieder bei der „Rhön“ dabei, mit der aus der FVA 10 weiter entwickelten FVA 11 „Eifel". Im selben Jahr gelang ihm ein Zielstreckenflug Freiburg - Kiel.
Seine berufliche Tätigkeit begann 1938 in einer eigenen  Firma,  dem  Segelflugzeugbau  Schmetz und Kracht, Aachen, der aber aufgegeben werden musste. 1940 trat er in die von Darmstadt nach Braunschweig umgesiedelte DFS ein. Als Institutsleiter Flugzeugbau in Ainring war er maßgeblich an der Entwicklung des Höhen-Fernaufklärungsflugzeugs mit Raketenantrieb DFS 228, am raketenbetriebenen Hochgeschwindigkeitsflugzeug DFS  346 sowie  am Mistelschleppverfahren beteiligt. Er verfolgte auch die Idee, Flugzeuge während des Fluges zusammenzukoppeln. Im  Zuge  dieses  Projekts wurde  die  Luft-Luft- Betankung von der DFS entwickelt.
Von 1946 bis 1957 arbeitete er in Paris bei Arsenal, wo er an der Entwicklung des Jägers VB 10 und an der Entwicklung von Flugmessgeräten beteiligt war. Ab 1958 folgten Tätigkeiten bei Nord-Aviation Paris, und  nach Rückkehr  nach  Deutschland  bei  VFW Bremen und HFB Hamburg, wo er wesentlich mitwirkte  bei  der  Entwicklung,  Erprobung  und  dem Serienanlauf der C 160 Transall.
Von 1968 bis 1969 bereitete er als Geschäftsführer der Deutschen Airbus GmbH das Programm Airbus A300 vor. 1970 bis 1980 war er in Toulouse verantwortlich für die Organisation des ganzen Programms A300/310,  einschließlich  Fertigungsplanung,  Änderungswesen und Gütesicherung. Nach der Pensionierung 1981 beriet er weiterhin die Geschäftsführung von  Airbus.1978  erhielt  er  das  Verdienstkreuz  1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und 1980 die Medaille del'Aeronautique Frankreichs.

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