24.01.2026
Happy Birthday
Die "Alten Adler" gratulieren Lufthansa zum 100-jährigen Jubiläum
Ein Bericht von Helmut Hock
Aufgabe der Gemeinschaft ist es, die Tradition der Pioniere der deutschen Luft- und Raumfahrt lebendig zu erhalten und die große Erfahrung ihrer Mitglieder an die heute in der Luft- und Raumfahrt Tätigen weiterzugeben.
Wir sind korporatives Ehrenmitglied des DAeC und der DGLR.
Mit dem Engagement in der Traditionspflege leisten wir einen Beitrag zur Zukunftssicherung des Luftsports und sorgen dafür, dass die Geschichte der Fliegerei nicht in Vergessenheit gerät.
Erhalt der Tradition der deutschen Luftfahrt
Kontaktpflege zu ähnlichen internationalen Organisationen
Hilfe für in Not geratene Mitglieder
Förderung des Luftsports sowie flugtechnischer Projekte und fliegerischer Vorhaben
Belohnung herausragender Leistungen junger Flieger
Besondere Würdigung der besten Streckenflugleistung von Nachwuchspilotinnen im Segelflug
Unterstützung luftfahrtorientierter Arbeiten von Jugend- und Schülergruppen
Beratung und Betreuung von Luftfahrt-Museen
Bemühungen zur Erhaltung von luft- und raumfahrtgeschichtlicher Erinnerungsstätten
Berichte über Erfahrungen und Erlebnisse aus der Luftfahrt
Förderung luftfahrtgeschichtlicher Forschung einzelner Mitglieder
Ein Bericht von Helmut Hock
Ein Bericht von Helmut Hock
Das Perlan-Projekt wurde als eine gemeinnützige Organisation zur Erforschung und Erkundung von atmosphärischen Zuständen in sehr großer Höhe mit einem Segelflugzeug anerkannt. Man wollte die Abläufe in der Stratosphäre besser kennenlernen und verstehen, denn die haben eine große Auswirkung auf die Klimaentwicklung, z.B. das „Ozonloch“. Bei den Einsätzen mit einem Segelflugzeug stören keine Abgase oder Propellernachläufe die Messungen.
Mit Perlan 1 wurden Kampagnen zur Erforschung der Stratosphärenwellen in Neuseeland und in Argentinien geflogen. Am 30. August 2006 wurde im Gebiet von El Calafate in den Anden eine Rekordhöhe von 50.761 ft / 15,47 km erreicht.
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Unser Ehrenmitglied Hans-Ludwig (Halu) Meyer berichtet über die Entwicklung des aerodynamisch hochwertigen Kabinen-Reiseflugzeugs für vier Insassen in Ganzmetallbauweise − ein Meilenstein für die Leichtflugzeug-Entwicklung.
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Die Traditionsgemeinschaft "Alte Adler e.V." ist eine Vereinigung von Persönlichkeiten, die sich durch besondere fliegerische Leistungen im zivilen und militärischen Bereich sowie als Forscher, Wissenschaftler, Konstrukteure, Lehrer, Historiker, Publizisten und Förderer um die Luft- und Raumfahrt verdient gemacht haben.
Mehr erfahrenIn der Geschichte der deutschen Luftfahrt gibt es Persönlichkeiten, deren Wirken weit über ihre aktive Dienstzeit hinausreicht. Wolfgang Weinreich gehört zweifellos zu ihnen. Sein Weg steht exemplarisch für jene Generation von Fliegern, die mit Disziplin, Können und Haltung das Fundament legten, auf dem unser heutiges Luftfahrtwesen ruht.
Vom Nachwuchsflugzeugführer zum Linienkapitän
Mit dem Abitur in der Tasche trat Wolfgang Weinreich 1957 in den 6. Nachwuchsflugzeugführerlehrgang der Deutschen Lufthansa ein. Bereits 1959 schloss er die anspruchsvolle Ausbildung ab – ein früher Beleg für seine fliegerische Begabung und seine Zielstrebigkeit.
Parallel dazu widmete er sich dem Segelflug, erwarb die Klassen I und II und legte die Lehrberechtigungen für Segel- und Motorflug ab. Bis heute ist er als Fluglehrer aktiv – ein Zeichen seiner tiefen Verbundenheit zur fliegerischen Grundausbildung.
Seine Laufbahn bei der Lufthansa führte ihn zunächst als Copilot auf Convair 440, Viscount, Boeing 720 und Boeing 707 über die Kurz- und Langstrecke. 1966 folgte die Ernennung zum Kapitän auf der CV‑440, 1968 der Wechsel auf die Boeing 727. 1974 übernahm er das Kommando auf der DC‑10, bevor er 1978 zum Ausbildungsleiter berufen wurde – eine Aufgabe, die er mit großer Sorgfalt und pädagogischem Geschick erfüllte.
Mit der Umschulung auf die Boeing 747‑200 im Jahr 1982 begann ein neuer Abschnitt. Noch im selben Jahr wurde er Checkkapitän, von 1990 bis 1995 schließlich Flottenchef der B‑747‑200‑Flotte. Mit dem Ende dieser Tätigkeit endete auch sein aktiver Dienst bei der Lufthansa.
Doch der Abschied vom Liniencockpit bedeutete für ihn keineswegs den Abschied vom Fliegen: Bis 2006 stand er nach Zusatzausbildung als Kapitän auf der historischen Ju 52 im Einsatz – ein Privileg, das nur wenigen zuteilwird.
Engagement für den Luftsport
Neben seiner Tätigkeit im Airline-Betrieb engagierte sich Wolfgang Weinreich über Jahrzehnte hinweg im Luftsport. Von 1982 bis 1988 war er Ausbildungsleiter im Hessischen Luftsportbund, zudem zweiter Vorsitzender des LSC Bad Homburg. Er ist Mitglied des Hanseatischen Fliegerclubs Frankfurt/Egelsbach – ein Umfeld, in dem fliegerische Tradition gleichermaßen gepflegt werden.
Führungsverantwortung in DAeC und FAI
1991 wurde er zum Vizepräsidenten des Deutschen Aero Clubs gewählt, danach stand er dem Verband als Präsident vor. Sein Wirken hat den DAeC nachhaltig geprägt und modernisiert. Mit der Verleihung der DAeC-Ehrenpräsidentschaft bedankte sich der Deutsche Aeroclub bei Wolfgang Weinreich für seine Verdienste um die Förderung des Luftsport
Auch international fand seine Kompetenz Anerkennung:
1998 wählte ihn die Fédération Aéronautique Internationale zum 1. Vizepräsidenten, von 2000 bis 2004 führte er die FAI als Präsident – als erster Deutscher in diesem Amt. Lange Jahre stand er zudem der Traditionsgemeinschaft Alte Adler als Präsident vor und ist deren Ehrenpräsident
Auszeichnung
Für seine Verdienste um Luftfahrt und Luftsport wurde Wolfgang Weinreich mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt – eine Auszeichnung, die sein Lebenswerk würdig unterstreicht.